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Bericht vom Treffen der Fraueninitiative Berlin – Warschau e.V.mit den Frauen der Fraueninitiative Poznan –Berlin, Zofia Zedler Vorsitzender der CPK Frauenförderungszentrum der Frauen aus Toruń
der Vertretung des Vereins Freunde der Gemeinden Chateaugiron und Puszczykowo.
Treffen mit Frau Manuela Gretkowska am 28.Mai 2008.

  /webseiten_deutsch/pdfs/Bericht vom Treffen der Fraueninitiative Berlin28.5.pdf

/webseiten_deutsch/pdfs/Poznan280508_Marianne Simon.pdf

 

Multiplikatorinnen-Seminar der Fraueninitiative Berlin-Warschau e.V., Berlin
in Zusammenarbeit mit Fundacja PSF Centrum Kobiet, Warszawa

 Thema: Was können polnische Frauenorganisationen in der veränderten politischen Situation in Polen tun und wie könnten sie von Erfahrungen der deutschen Frauenpolitik profitieren?
Termin: 19-24.06.2006, Warszawa

Wir bieten ein Seminar für deutsche und polnische Multiplikatorinnen aus dem Bereich der Politik und Frauenorganisationen. Wir verstehen diese Veranstaltung als eine Fortsetzung des von uns durchgeführten deutsch-polnischen Seminars im April 2005 in Poznan und Torun. Das Thema der Veranstaltung war die Gleichstellungspolitik. Dieses Thema sollte in diesem Jahr, nach politischen Veränderungen in Polen und Deutsch­land, unbedingt weiter behandelt werden. Insbesondere sollen die Möglichkeiten besprochen werden, in der aktuellen politischen Situation frauenpolitische Aspekte und Ansprüche zu realisieren.

Wir wollen deshalb zu der Veranstaltung Frauen von verschiedenen Seiten des politischen Spektrums einladen: u.a. Joanna Kluzik-Rostkowska (Frauen- und Familienministerin), Alicja Olechowska (Vorsitzende der Frauengruppe im Parlament), Joanna Senyszyn (stellvertretende Vor­sit­zen­de der Frauengruppe im Parlament), Krystyna Ozga (einzige weibliche Abgeordnete der Bauernpartei PSL), Malgorzata Kidawa-Blonska (Bürgerplatform) und Kinga Lohman (Koalition Karat).

Im Mittelpunkt des Programms werden Referate und Diskussionen über die Situation der Frauen und der Gleichstellungspolitik in beiden Ländern stehen. Dazu werden die Referentinnen über Er­folge und Rückschläge in der Realisierung der Gleichstellungspolitik in Deutschland und Polen sowie auf dem europäischen Ni­veau berichten. Begegnungen und Gespräche mit Vertreterinnen von Frauenverbänden sowie mit Politikerinnen sollen dazu beitragen, das Wissen über den Beitrag der Frauen zur gesellschaftlichen Entwicklung in Deutschland, Polen und Europa zu erweitern - und zu zeigen, inwiefern frauenpolitische Begriffe in verschiedenen Ländern, verschiedenen Parteien und auch auf verschiedenen Ebenen des politischen Engagements unterschiedlich verstanden werden und dadurch Missverständnisse entstehen, die nur durch Diskussionen, aus denen klar benennbare gemeinsame Begrifflichkeiten entwickelt werden, ausgeräumt werden können.

Das Ergänzungsprogramm (integrative Aktivitäten, Stadtbesichtigung, kulturelle Veranstaltungen) soll die Teilnehmerinnen integrieren und das Wissen über die gegenwärtige politische, wirtschaftliche und soziale Entwicklung in Polen sowie über die gemeinsame (Frauen)-Geschichte vertiefen.

Das Seminar ist als Bildungsurlaub anerkannt.

Das Programm und weitere Informationen zu erhalten bei

Maria Gast-Ciechomska
Fraueninitiative Berlin-Warschau
Nordufer 13, 13353 Berlin
Tel. (030) 45 32 758 gast.frauenini@gmx.de

 

Bericht über das deutsch-polnische Multiplikatorinnen-Seminar, Warschau 19-24.06.06

Das Seminar hat wie geplant stattgefunden. Sein Ziel war, den Teilnehmerinnen den aktuellen Stand der Frauenpolitik im jeweiligen Nachbarland darzustellen. Die Darstellung sollte durch internationale und europäische Komponente vertieft werden. Darüber hinaus ging es darum, Teilnehmerinnen aus beiden Ländern miteinander zu vernetzen und mehr Verständnis füreinander zu fördern. Man wollte auch für nachhaltige Wirkung sorgen, und zwar durch Möglichkeiten für neue gemeinsame Initiativen.

Diese Ziele wurden realisiert durch Vorträge, Diskussionen, Stadtbesichtigung und Treffen mit polnischen Politikerinnen sowie durch begleitende Veranstaltungen. In beinahe allen Beiträgen der polnischen Ref­rentinnen wurden die Konsequenzen des rechtskonservativen Wandels behandelt. Frau Beata Fiszer, Vertreterin von PSF Frauenzentrum Warschau, zog in ihrer Darstellung eine ernüchternde Bilanz: “Wir haben es zurzeit mit einem Backlash in Bezug auf Frauenpolitik zu tun, wie es ihn seit 1989 nicht mehr gab“. So hat die neue Regierung das Amt der Gleichstellungsbeauftragten praktisch abgeschafft. Die entsprechenden Ämter in den Woiwodschaften gibt es auch nicht mehr. Damit wurde die Kontinuität der Gleichstellungsarbeit, die in den Legislaturperioden zuvor geleistet wurde, unterbrochen. Mit der Unterstützung der katholischen Kirche setzt man auf die Propagierung eines katholischkonservativen Frauen- und Familienbildes.

Frau Dr. Danuta Duch-Krzystoszek hat in ihrem Referat das Thema der Familienpolitik in Polen aufgenommen. Dabei befaßte sie sich auch mit der beruflichen Situation der Frauen. Sie stellte eine deutliche Benachteiligung der Frauen im öffentlichen, politischen und beruflichen Leben fest; Männer nehmen dagegen Einbußen hin, wenn es um ihre Beteiligung an familiären Prozessen geht. Die Referentin betonte, daß die aktuelle offizielle Politik in Polen sich gegen den g­sellschaftlichen Wandel und Fortschritt richtet; allerdings können bald die demographische und soziale Entwicklung sowohl die Regierenden als auch die Privatwirtschaft zwingen, ihre Anliegen zu überdenken. Denn gerade die liberalsten Länder der EU mit den besten Vereinbarkeitsstrukturen von Familie und Beruf sind in Sachen Reproduktionsraten am erfolgreichsten. Und was die Privatwirtschaft betrifft, so kann sie in der Zukunft nicht auf weibliches "Humankapital" verzichten.

Frau Izabela Jaruga-Nowacka, die ehemalige stellvertretende Prämierministerin und z.Z. Abgeordnete im polnischen Parlament, betonte, daß gegenwärtig regierungsunabhängige Strukturen, die die Gleichstellung von Mann und Frau durchzusetzen suchen, besondere Bedeutung haben. Sie appellierte an die polnische und europäische Zivilgesellschaft, sich nun für Frauenrechte einzusetzen. Der Beitrag wurde zum unerwarteten Höhepunkt des Seminars, sowohl durch seinen inhaltlichen Wert als auch durch die Tatsache, daß Frau Marta Cichowicz, Mitarbeiterin der Warschauer Beauftragten für Familie und Frauenrechte (so heißt jetzt offiziell die Nachfolgerin der Gleichstellungsbeauftragten) anwesend war. Es entstand eine heftige Diskussion. Von der Seite der Vertreterinnen von Frauenorganisationen sind zahlreiche Vorwürfe gefallen: die Familien- und Frauenbeauftragte, Frau Joanna Kluzik-Rostkowska, sei seit etwa einem halben Jahr im Amt, habe sich aber noch nicht politisch profilliert und ihre Kompetenzen seien unklar. Es wurde auch kritisiert, daß sie bisher keine Zusammenarbeit mit den NGO`s aufgenommen hat.

Im Vergleich zu Polen sieht die Situation der Frauenpolitik in Deutschland ganz anders aus. Die deutschen Referentinnen, Frau Dr. Claudia Neusüß und Frau Dr. Eva Mädje, haben in ihren Vorträgen gezeigt, daß in Deutschland auch nach der Regierungsübernahme durch die Große Koalition die Frauenpolitik weiter realisiert wird, indem man versucht, traditionelle Elemente mit den modernen zu integrieren. Obwohl die Referentinnen dieser Politik äußerst kritisch gegenüber standen und viele Vorbehalte äußerten, konnten die Polinnen merken, daß es sich hier um eine ganz andere Entwicklungsphase als in Polen handelt.

Die Situation der Frauenpolitik in Polen ist kaum zu verstehen ohne Kenntnisse des historischen und kulturellen Hintergrundes. Informationen darüber lieferte das Referat von Frau Prof. Grazyna Borkowska, die sich mit der polnischen Schriftstellerin Eliza Orzeszkowa und deren Einfluß auf die polnische und deutsche Frauenbewegung im 19. Jahrhundert befaßte. Zahlreiche Einblicke in die polnische Frauengeschichte bot auch die Stadtbesichtigung. Im Museum von Maria Sklodowska-Curie konnten die Seminarteilnehmerinnen viel Interessantes über das Leben und Wirken der weltberühmten Wissenschaftlerin erfahren; im Museum der Pharmazie hat man ihnen die weniger bekannte Antonina Lesniewska, die erste polnische professionelle Apothekerin, dargestellt. Diesen Teil des Programms ergänzte die Besichtigung des Museums des Warschauer Aufstandes 1944.

Die internationale und europäische Komponente wurde einbezogen durch den Besuch bei der Warschauer Vertretung der Heinrich-Böll-Stiftung (sie fördert viele Fraueninitiativen in Polen) und durch das Referat von Frau Jolanta Plakwicz. Außer­dem wurde die EU-Dimension in vielen Diskussionen immer wieder zur Sprache gebracht. Für die Frauenorganisationen in Polen bleibt die nationale Umsetzung progressiver EU-Gleichstellungsnormen schwierig und die EU selbst ist hier nicht im­mer hilfreich. Zum Beispiel wird das Prinzip von Gen­der Mainstreaming bei den EU-finanzierten Projekten oft nicht beachtet. Was also die Frauenpolitik betrifft, scheint die EU häufig, ihre eigenen Prinzipien nicht allzu ernst zu nehmen. In der Diskussion haben die Teilnehmerinnen betont, daß dieses Problem gegenüber den europäischen Institutionen artikuliert werden muß. Die Schaffung einer EU-Grundrechteagentur zur Überwachung der Menschenrechte (wie sie z.Z. mit Sitz in Wien geplant wird) macht Hoffnung darauf, dass die Europäische Union in Zukunft ihre Werte stärker verteidigt als bisher.

Zu den erwähnten Programmpunkten kamen noch begleitende Veranstaltungen hinzu. In den Arbeitsgruppen, die von Frau Beata Grudzinska geleitet wurden, kam zum Ausdruck, welchen unterschiedlichen Stellenwert und welche Bedeutung Begriffe aus dem Bereich Frauenpolitik in Deutschland und in Polen haben. Was Circle Dance betrifft, so mußte diese integrative Veranstaltung von Iwona Zielinska wegen der Hitze vorzeitig beendet werden.

Die Teilnehmerinnen hatten ein großes Bedürfnis nach Diskussionen und informellen Kontakten; die Zeit zur freien Verfügung, die im Programm jeden Tag vorgesehen war, trug diesem Bedürfnis Rechnung. Es bildeten sich informelle Gruppen, die untereinander diskutiert und neue Projekte erwogen haben.

Insgesamt ist es gelungen, deutsche und polnische Teilnehmerinnen füreinander und für die Problematik des anderen Landes zu sensibilisieren. Es kam bereits im Anschluß an das Seminar zum Ausdruck: die Teilnehmerinnen haben einen gemeinsamen Brief an die Heinrich-Böll-Stiftung verfaßt (es ging um die Fortseztung des Förderprogramms für kleine Organisationen).

Eine der deutschen Referentinnen, Frau Dr. Claudia Neusüß, hat auf ihrer Website einen Bericht über das Seminar veröffentlicht

www.claudia-neusuess.com
        

EU-Tagung in Torun 12.-16.10.2000
Thema: "Frauen auf dem Weg nach Europa"

Der Kongress war eine der ersten EU-Tagungen mit und für Frauen in Polen und fand statt u.a. unter Mitwirkung der EU-Kommissarin für Haushalt, Dr. Michaele Schreyer, der Senatorin der Republik Polen, Frau Dorota Kempka, der Vorsitzenden des Landesfrauenrates Berlin, Helga Korthaase, und EU-Referentin Frau Ladwig-Tils.
Organisatoren: Kujawisch-Pommersches Zentrum zur Förderung von Frauen Torun (KP CPR Torun), Fraueninitiative Berlin-Warschau e.V. (Berlin), Halina Müller (S.U.S.I. Interkulturelles Frauenzentrum), Berlin
Sponsoren: Auswärtiges Amt, Berlin

Podiumsdiskussion A: "EU - Erweiterung aus der Perspektive der Frauen"
Gesprächspartnerinnen: Dr. Michaele Schreyer (Kommissarin für den Haushalt der EU), Dorota Kempa (Senatorin RP, Vorsitzende der Frauenparlamentariergruppe Warschau) und Birgit Ladwig-Tils (EU-Referentin)
Moderation: Helga Korthaase (Vorsitzende des LFR Berlin, Staatssekretärin der Senatsverwaltung für Arbeit, berufliche Bildung u. Frauen a.D.)

Podiumsdiskussion B: "Gleichberechtigung der Frauen in der gemeinsamen europäischen Zukunft"
Gesprächspartnerinnen: Dorota Kempa (Senatorin RP, Vorsitzende der Frauenparlamentariergruppe, Warschau), Ludomira Zofia Zedler (Vorsitzende des Vereins KP CPR in Torun), Birgit Ladwig-Tils (EU-Referentin)
Moderation: Helga Korthaase (s.o.)


Weitere Themen:

Thema: "Die Situation der polnischen Frauen nach dem Transformationsprozess und ihre Arbeit in den Nichtregierungsorganisationen (NROn)"
Referentin: Ludomira-Zofia Zedler (Vorsitzende des Frauenförderungszentrums in Torun)

Thema: "Situation der Frauen nach der politischen Wende in Deutschland - NROn und die Rolle der Frauen"
Referentin: Helga Korthaase (Vorsitzende des Landesfrauenrates (LFR) Berlin, Staatssekretärin der Senatsverwaltung für Arbeit, berufliche Bildung und Frauen a.D.)

Thema: "Der Schutz des Kulturerbes als Bestandteil der europäischen Kulturen"
Referentin: Wanda Kowalik (Direktorin der Stiftung und stellvertr. Vorsitzende des Vereins KPCPK)

Thema: "Probleme der Arbeitslosigkeit der Frauen in Polen am Beispiel der Region Kujawien-Pommern"
Referentin:
Krystyna Dowgiallo (Direktorin des Wojewodschafts-Arbeitsamtes)

Tagungs-Ergebnis:
Ein gemeinsames EU-Projekt zu Frauen und Arbeitslosigkeit wird geplant.

 

Pressespiegel

Dialog (Deutsch-Polnisches Magazin) Nr. 54 2/2000, S.120

Frauen auf dem Weg nach Europa
Konferenz vom 12.-16. Oktober 2000 in Thorn

Bei den Bemühungen Polens um eine Mitgliedschaft in der EU wird hinsichtlich einer der wichtigsten rechtlichen Vorausaussetzungen, der Erfüllung des Artikels 3 des Amsterdamer Vertrages vom 1. Mai 1999: "die Gleichstellung von Mann und Frau", noch erheblich gehadert. Die "Fraueninitiative Berlin-Warschau e.V.", die seit 1992 im aktiven Dialog mit kulturellen, sozialen und politischen Verbänden in Polen steht, hat deshalb mit dem Internationalen Frauenprojekt S.U.S.I. (Solidarisch, Unabhängig, Sozial, International) e.V. in Berlin und dem Frauenförderungszentrum Thorn die Konferenz "Frauen auf dem Weg nach Europa" in Thorn vom 12.-16. Oktober 2000 vorbereitet, bei der im Sinne eines "Ausgleichs der Defizite im Bereich der Gleichstellung der Geschlechter" sehr kontrovers diskutiert wurde. Diskussionsteilnehmerinnen waren Michaele Schreyer, Kommissarin für den Haushalt der EU, Dorota Kempka, Senatorin der Republik Polen, Frau Ludomira-Zofia Zedler, Vorsitzende des Kujawisch-Pommerschen Frauenförderungszentrums in Thorn, Frau Birgit Ladwig-Tils, EU-Referentin und als Moderatorin Helga Korthaase, Vorsitzende des Landesfrauenrates Berlin.
Ein Problem ist die Dominanz der Männer in allen wichtigen Bereichen von Wirtschaft und Politik. So sind nur 13% der Abgeordneten weiblich. Der Anteil der Frauen innerhalb der Arbeitslosen in der Wojewodschaft Kujawien-Pommern beträgt gegenwärtig 57,6%, trotz des anerkannt hohen Ausbildungsstandards polnischer Frauen. Das könnte sich mit dem Beitritt Polens zur EU ändern, da nach dem Amsterdamer Vertrag in allen Bereichen, die Frauen und Männer betreffen - auch im wirtschaftlichen und arbeitsmarktpolitischen - darüber gewacht werden muss, dass die Gleichstellung eingehalten wird. Das bedeutet, dass Frauen, aber auch Männer, wenn sie sich benachteiligt fühlen, vor dem Europäischen Gerichtshof (EGH) klagen können. Musterklagen vor dem EGH wirken sich dann auf die heimische Gesetzeslage aus. Das Gleichstellungsgesetz muss von den Beitrittsländern übernommen, aber auch von den polnischen Frauen eingefordert werden.
An Letzterem hapert es. Bei der allgemeinen Diskussion, als einige der 16 Vertreterinnen der 9 anwesenden deutschen Frauenvereine die polnischen Frauen darauf hinwiesen, dass sie mit dem zu erwartenden Gleichstellungsgesetz mehr Druck ausüben könnten, wurde ausweichend geantwortet. Die guten Erfahrungen westlicher Frauen mit der "Quote", zum Beispiel im Parlament, sehen die polnischen Frauen eher skeptisch. Kein Wunder, dass sie immer wieder Abstimmungsniederlagen in Kauf nehmen müssen und ihre Bemühungen oft im Selbstboykott enden. Dass politische Funktionsträger in Polen Frauen nicht wirklich ernst nehmen, zeigte sich besonders deutlich in der Haltung des Thorner Stadtpräsidenten, Wojciech Grochowski. Obwohl er die Schirmherrschaft für die Konferenz übernommen hatte, hielt er es nicht für nötig, eine der wichtigsten politischen Persönlichkeiten der EU, die Kommissarin des Haus-haltes der EU, Frau Michaele Schreyer, zu begrüßen oder wenigstens eine Vertretung zu schicken. Welchen schwer reparierbaren Schaden er mit dieser Brüskierung der EU angerichtet hat, wird sich hoffentlich nur auf ihn selbst und seine Mitarbeiter auswirken.
Die Konferenz in Thorn "Frauen auf dem Weg nach Europa" endete mit einer solidarischen Bekräftigung zur Zusammenarbeit zwischen deutschen und polnischen Frauen. Treffend fasste Frau Zedler Ergebnis und Forderung der Konferenz im Sinne des Gleichstellungsartikels des Amsterdamer Vertrages zusammen: "Wir wollen, dass die Männer die Macht mit uns teilen, gern teilen wir mit ihnen die Verantwortung."

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