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24.6.-2.7.2000 (VI) Reise nach Masuren und ins Ermland

Backsteinarchitektur in der Landschaft Nordostpolens:
Elbl¹g, Frombork, Malbork, Mor¹g, Olsztyn, Miko³ajki u.a.
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Malbork, Marienburg
Malbork, Marienburg
 
Marienburg, Hochmeister
Marienburg, 4 Hochmeister
 
Marienburg, Innenhof
Marienburg, Innenhof
 
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ber den Nordosten Polens - mit Ermland und Masuren - hatten wir schon viel gehört und gelesen, und endlich wurde es uns möglich, das Land der vielen Seen und Wälder zu bereisen. Die Fahrt stand unter dem Motto "Backsteinarchitektur und Landschaft in Nordostpolen - und Masuren". Es waren also zwei Schwerpunkte, die das Programm bestimmten. Von den Backsteinbauten beeindruckten uns die machtstrotzenden Ordensburgen am meisten, die wir z. B. in Kwidzyñ (Marienwerder), Reszel (Rössel), Lidzbark Warmiñski (Heilsberg) besichtigten. Mehrere Stunden verbrachten wir in der an der Nogat liegenden Marienburg, dem früheren Hauptsitz des Hochmeisters des Ordens. Bei fachkundiger Führung wurden uns auch viele imposante Backsteinkirchen erklärt, so z. B. in Braniewo (Braunsberg) und Kêtrzyn (Rastenburg).
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Oberländischer Kanal, Buczyniec
Buczyniec, Oberländ. Kanal
 
Miko³ajki, Stinthengst-Brunnen
 
Fluss Krutynia
Fluss Krutynia
 
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Daneben genossen wir die Schönheiten der Landschaft. Bei der Fahrt auf dem berühmten Oberländischen Kanal sahen wir saftige Wiesen, auf denen die Störche stolzierten. Vor Elbl¹g (Elbingen) ergoss sich der Kanal in einen grossen, an Pflanzen- und Vogelarten reichen See. In Miko³ajki (Nikolajken) lag unser Hotel direkt an einem der verzweigten masurischen Seen, dessen Anblick uns - ebenso wie die Kahnfahrt auf der Krutynia - eine riesige Freude bereitete. Die wechselhafte und leidvolle Geschichte dieser Landschaft verdeutlichten uns zwei andere Stationen: die Gedenkstätte bei Grunwald (Tannenberg), durch die dort im 15. Jh. als auch im 20. Jh. stattgefundenen Schlachten zu einem symbolträchtigen Ort geworden, und die Wolfsschanze bei Gier³o¿ (Görlitz), das Kriegshauptquartier Hitlers. Mit kundiger Begleitung und bedrückten Gefühlen sahen wir die Anlage mit den gewaltigen Bunkerresten. Auf die Spuren von Kopernikus trafen wir in Fromburg (Frauenburg) und in Olsztyn (Allenstein) auf der Domherrenburg. Eine Herder-Ausstellung in seiner Geburtsstadt Mor¹g (Mohrungen) informierte uns über dessen Schaffen. Sie war in dem restaurierten Dohna-Schlösschen untergebracht. Ein kleiner Umweg führte uns an dem Forsthaus vorbei, in dem der Schriftsteller Ernst Wiechert geboren war. Interessant war auch der Besuch des Ortes Wojnowo, wo wir zwei Klöster und deren Kirchlein besichtigten. Der Ort ist von den sog. Philipponen, orthodoxen Altgläubigen, gegründet worden, die sich nach Verfolgungen in Russland hier im 19. Jh. niederlassen durften. Eine weiterer Höhepunkt war der Besuch der riesigen barocken Kirche in Œwiêta Lipka (Heiligelinde), einem Ort, in dem der Marienkult eine lange Tradition hat. Auch wenn der Schwerpunkt auf der Besichtigung der zahlreichen Backsteinbauten - sakralen und profanen - lag, so gewannen wir auch darüber hinaus Einblick in die Geschichte und die eigene Kultur der masurischen Landschaft.
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Olsztyn, Domherrenburg
 
Olsztyn, Domherrenburg
Olsztyn, Kopernikus
Olsztyn, Kopernikus
 
Olsztyn, Hohes Tor
Olsztyn, Hohes Tor
 
Störche im Ermland
Störche im Ermland
 

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