Über uns

Wir auf einen Blick

Mehr über uns

Buch "Nahaufnahmen"

Christa Vielhauer trat am 30.9.2005 aus der Fraueninitiative Berlin-Warschau e.V. aus.

Sie wurde in einer festlichen Sitzung bei Sophie Wauer verabschiedet (siehe unter Aktuelles: Echo)

Fraueninitiative Berlin-Warschau e.V.
Kyllmannstr. 22, 12203 Berlin
Tel. 030-833 27 25, Fax: 030-843 13 668
e-mail:vielhauer@frauenini-berlin-warschau.de
www. frauenini-berlin-warschau.de

Vorsitzende Christa Vielhauer

Über uns


Wir, das waren und sind bis heute 25 Frauen, Deutsche und Polinnen aus ganz Berlin, aus verschiedenen Berufen, im Studenten- bis Rentenalter. Unser Interesse an Polen und unsere persönlichen Berührungspunkte zu den Polen/Polinnen waren bereits seit der Kindheit vorhanden, erst später entstanden oder seit der Wende neu gewachsen. Mit der Gründung unseres Vereins, der Fraueninitiative Berlin - Warschau e.V., gaben wir unserer Beschäftigung mit Polen 1992 einen institutionellen Rahmen.
Wir Berliner Frauen sind an partnerschaftlichen Beziehungen zu Frauen in Polen interessiert. Durch persönliche Begegnungen wollen wir unsere Nachbarn nicht nur in allen politischen, gesellschaftlichen und alltäglichen Bereichen besser kennen lernen, sondern mittels gemeinsamer Arbeit und längerfristiger Projekte dauerhafte Brücken bauen, gemäß unserem Motto: "Frauen begegnen sich und tragen dazu bei, ein gemeinsames, friedvolles Europa zu schaffen".


Geschichte unseres Vereins


Im Herbst 1990 hielt die polnische Soziologin, Dr. Grażyna Firlit-Fesnak, ein Referat zum Thema: Manipulationsobjekt Frau. Die Rolle der polnischen Frau in Familie, Beruf und Gesellschaft.
Uns Berliner Frauen wurde schlagartig bewusst, wie wenig wir über dieses Land und seine Menschen wussten, und wie nahe Polen mit dem Fall der Mauer an Berlin "herangerückt" war. Nur 80 km war der Grenzfluss Oder von Berlin entfernt. Staunend mussten wir erkennen, wie politische Willkür, die den "Eisernen Vorhang" hervorgebracht hatte, geographische Nähe zu Distanz und Trennung in den Köpfen verwandeln konnte.
Und so begann unser Nachdenken über Polen. Erstmals bewusst nahmen wir wahr, wie belastet mit Vorurteilen und Stereotypen das deutsch-polnische Verhältnis war, erwachsen aus der Geschichte der letzten 200 Jahre, die Polen und Deutschland verband. Nur persönliche Begegnungen und die Beschäftigung mit der Geschichte konnten Aufklärung bringen und wirkliche Kontakte herstellen.
Im Oktober 1991 fuhren 18 Berliner Frauen nach Warschau. Dort hatte sich gerade das erste überkonfessionelle und parteienunabhängige Frauenzentrum (Centrum Kobiet) im Bezirk Żoliborz gegründet. Dieser Besuch wurde Ausgangspunkt weiterer partnerschaftlicher Beziehungen zwischen Frauen in Warschau und Berlin. Mehrere Jahre arbeiteten wir mit diesem Centrum Kobiet und dem dort von Sozialarbeiterinnen 1994 gegründeten Verein "Rodzina" (Familie) zusammen.
Um die Finanzierung der Begegnungen sicherzustellen, gründeten wir im November 1992 in Berlin ebenfalls einen Verein, die "Fraueninitiative Berlin-Warschau" e.V.

Engagement in den Bereichen Kultur und Bildung

1993 wurde eine Städtepartnerschaft zwischen dem Berliner Bezirk Steglitz und drei ostpolnischen Städten, Każimierz Dolny, Nałęczów, und Poniatowa, begründet, in die auch die Volkshochschule eingebunden war. Es war ein guter Anlass, Informationen über Polen einem größeren Publikum näherzubringen. Seit Januar 1995 organisieren wir gemeinsam mit der Volkshochschule Steglitz/Zehlendorf im Wintersemester sechsteilige Vortragsreihen, in denen kompetente Referentinnen und Referenten über Aspekte der polnischen Geschichte, der Kultur, der deutsch-polnischen Beziehungen und über gesellschaftliche Fragen im Vergleich berichten. Zwei der Vorträge bereiten auf eine Reise im Sommersemester in verschiedene Gebiete Polens vor.


Engagement in den Bereichen Soziales

Ein weiterer Schwerpunkt unserer Zusammenarbeit mit den Polinnen lag und liegt im Bereich der Sozialarbeit, begründet durch unsere ersten Kontakte mit dem Warschauer Centrum Kobiet in Żoliborz und dem Verein "Rodzina".
So ergaben sich Kontakte zum staatlichen Alten- und Behindertenzentrum in Marszałki und den Behindertenwerkstätten des Kreises Ostrzeszów, zu der Organisation "Vis Vitalis" in Poznań für ältere Menschen und der "Fundacja pomocy dzieciom z chorobą nowotworową" (Hilfe für das krebskranke Kind) in Warschau. Wir organisieren Transporte und begleiten ihre Bestrebungen mit gegenseitigen Arbeitsbesuchen, bei denen Institutionen besichtigt und alle damit zusammenhängenden rechtlichen und wirtschaftlichen Fragen diskutiert werden.


Engagement in den Bereichen Frauenpolitik und -arbeitslosigkeit

Als die EU-Beitrittsverhandlungen mit den mitteleuropäischen Ländern - so auch mit Polen - immer intensiver wurden, unseres Erachtens aber der Bereich Frauen und Gleichstellung vernachlässigt wurde und noch ist, ("denn auf die Wirtschaft kommt es an"), veranstaltete die "Fraueninitiative Berlin - Warschau" im Oktober 2000 gemeinsam mit dem "Kujawsko-Pomorskie Centrum Promocji Kobiet" (Kujawisch-Pommersches Zentrum zur Förderung von Frauen, Toruń) - ohne dass wir uns vorher kennen gelernthatten, nur durch die elektronischen Medien verbunden - eine der ersten Tagungen für Frauen in Polen mit dem Titel "Frauen auf dem Weg nach Europa" in Toruń. Eine enge Beziehung verbindet uns inzwischen mit der Thorner Frauengruppe.
Aufgrund der geringen staatlichen Versorgung bei Arbeitslosigkeit in Polen haben viele Frauenorganisationen in Polen Hilfe zur Existenzgründung, Berufsberatung, Schulungen und Weiterbildung in ihren Programmen. So versuchen wir auch hier Kontakte zu Vereinen in Berlin zu knüpfen, die in diesen Bereichen - wie auch in den Bereichen Altersversorgung und Frührentnerdasein - arbeiten.


Die FIBW als Vermittlerin von Kontakten und Initiatorin von Zusammenarbeit

Auf unseren Reisen und bei Arbeitsaufenthalten in Polen lernen wir eine Vielzahl von Frauenorganisationen und andere Einrichtungen kennen, die auf verschiedenen Gebieten arbeiten, und finden immer neue Anknüpfungspunkte zur Zusammenarbeit zwischen Polinnen und Berlinerinnen, z.B. mit dem Verein "Women for Women", mit einem Berufsberatungszentrum für Jugendliche und dem Adam-Mickiewicz-Gymnasium in Poznań, in Toruń - neben dem KP CPK - mit einer Gesamtschule, mit einem Verein für Behinderte in Ostrzeszów, mit dem Verein "Pro Senior" in Piła, in Łódź mit einer Schule für Behinderte, der Universität des Dritten Lebensalters und in Choszczno mit dem Verein "Kobieta 2000".
Von uns zu Kurzaufenthalten in Berlin eingeladene polnische Vertreterinnen lernen z.B. die Arbeit von Frauenbeauftragten kennen, besuchen Frauenzentren, soziale Einrichtungen, Schulen, Frauengründerinnenzentren und von Frauen organisierte Betriebe, aber sie erwandern auch das kulturelle Berlin.
Auch der Kreis der Berliner Partnerorganisationen für gemeinsame Projektarbeit und für einen Informations- und Erfahrungsaustausch mit Polen erweitert sich kontinuierlich, so dass sich ein Netzwerk der persönlichen und dauerhaften Beziehungen im Aufbau befindet.

zurück zu:
Auf einen Blick

weiter zu:
unserem Buch
Home | Über uns | Aktuelles | Partnerinnen | Projekte | Reisen | Archiv |
Über Polen
| Links | Kontakt | Impressum | Polnische Version
Seitenanfang